Freitag, Februar 27, 2009

Sind die Ohren nur zum Hören?

„Wir wollen eine Gemeinde nach dem Vorbild des Neuen Testamentes sein“. Haben Sie diese Aussage auch schon gehört? Was waren das für Gemeinden! Diese Gemeinden hörten Paulus und Petrus höchst persönlich! Diese Gemeinden waren voller Leben, voller Dynamik und der Kraft des Heiligen Geistes! Oder? Natürlich nicht. Die Gemeinden des Neuen Testamentes waren voller Menschen aus verschiedenen Hintergründen. Gesetzestreue Juden trafen auf Schweinefleisch essende Römer. Ehemalige Homosexuelle trafen auf ehemalige Alkoholiker. Ehemalige Alkoholiker tranken Wein zum Abendmahl. Ehemalige Lügner trafen auf ehemalige Diebe. Ehemalige Kinderschänder trafen auf süsse Kinder. Ehemalige Tempelprostituierte trafen auf ehemalige Hurer. Sklaven trafen auf reiche römische Bürger. Faule Griechen trafen auf fleissige Juden. An Orgien gewöhnte Heiden trafen auf engstirnige Pharisäer. Glauben wir nur ja nicht, dass diese hochexplosive Mischung aus unterschiedlichen Hintergründen sich in Luft auflöste, wenn man zusammen traf. Nein. Die Gemeinden des Neuen Testamentes waren genau so Problem beladen wie die heutigen Gemeinden. Stellen wir uns vor: Die Gemeinden, die von den Aposteln Paulus und Petrus höchstpersönlich gegründet wurden, die Paulus und Petrus predigen hörten, waren nicht besser dran als wir heute. Es gab Neid, Missverständnisse, Missgunst, schlechtes Reden, Eheprobleme, theologische Uneinigkeiten, Gesetzlichkeit, Antinomismus, Irrlehren, usw.

Was sagen wir dazu? Wir sagen folgendes: Erstens, danke Herr, für die Probleme der ersten Christen. Denn einen Grossteil der Briefe des Neuen Testamentes hätten wir heute nicht, wenn es keine Probleme in den Gemeinden gegeben hätte!
Zweitens, diese Christen mussten lernen, als Christen zu leben. Diese Christen hörten all die guten Worte der Apostel, Propheten, Hirten, Evangelisten und Lehrer, doch sie mussten in Eigenverantwortung lernen, das Gehörte im täglichen Leben anzuwenden. Und das müssen auch wir. Wir können zwanzig, dreissig, vierzig Jahre im Gottesdienst gesessen haben und die besten Prediger gehört haben. Wir mögen uns rühmen unter dem Dienst von Wilhelm Busch, unter dem Dienst von Billy Graham, unter dem Dienst von Bruder X und Pastor Y gesessen zu haben. Ja, das waren halt noch Prediger! Wir mögen uns laben an den Predigten von John Piper, John McArthur, usw. Aber das alles ist nutzlos, wenn wir nicht gelernt haben, das Gehörte anzuwenden. Wer Ohren hat, der höre! Damit meinte Jesus nicht einfach ein akkustisches Hören, sondern ein Hören in der Bereitschaft zu gehorchen. Zu oft wurde das Gleichnis Jesu missbraucht: Bau dein Haus auf Fels. Damit meint man, vertraue dein Leben Jesus an, dann wird dein Lebenshaus nicht einstürzen. Falsch, fälscher, am fälschesten!!! Jesus sagt: Wer meine Worte hört u n d t u t, der ist wie die Person, die ihr Haus auf Fels baut. Die Betonung liegt auf dem Tun. Auch Jakobus sagt, dass ein blosses hineinhören in die Predigt noch keinen anderen, besseren Menschen aus mir macht. Ich muss das Gehörte praktizieren. Oft stecken wir mit unserer Glaubenspraxis noch tief in den Kinderschuhen, während wir der falschen Ansicht sind, erwachsen zu sein, nur weil wir über dogmatische Inhalte Bescheid wissen. Weil wir schon viel gehört haben, weil wir der Predigt zustimmen, wenn uns Vertraute Begriffe vorkommen wie: Gnade, Vergebung, Kreuz, Jesus, Stellvertretendes Sühneopfer, usw. Tragische Selbsttäuschung. Wirkliche geistliche Reife bedeutet dagegen, theologische Begriffe wie Gnade verinnerlicht zu haben, wirklich zu verstehen und erklären zu können, in einer von Gnade geprägten Beziehung Gott gegenüber zu leben, sowie aus der Kraft des Kreuzes die Kinder zu erziehen, Jesus auch um 23:30 Uhr vor dem Computer, wenn der Ehepartner bereits schläft, nachzufolgen, mich auf das stellvertretende Sühnopfer zu verlassen, wenn ich gesündigt habe, statt mich selbst vor Gott und Menschen zu rechtfertigen, mit Geschwistern aus der Gemeinde über Probleme und Angestautes reden zu können anstatt sich lautlos aus dem Staub zu machen. Diese geistliche Reife wünsche ich uns allen je länger desto mehr. Der Gott der GNADE ist mit uns allen.

Samstag, Februar 21, 2009

Allianz-Zentral-Sekretär unterstützt Atheisten-Kampagne

Die Schweizerische Evangelische Allianz begrüsst die geplante Atheisten-Kampagne, die ein Plakat veröffentlichen will mit der Bemerkung: "Wahrscheinlich gibt es keinen Gott". Die Verlautbarung der Allianz: Die Möglichkeit, dass es Gott gibt, wird offen gelassen. Darum hat der Zentralsekretär Hansjörg Leutwyler aus eigener Tasche Fr. 50.- an die Kampagne gespendet. Wie kam es dazu? Offensichtlich haben einige Christen auf die Bekanntgabe dieser Atheisten-Kampagne mit Leserbriefen an verschiedene Zeitungen reagiert. Nicht alle Briefe waren offensichtlich in einem politisch-korrekten Ton verfasst. Darauf hin wurden Christen von Zeitungsredakteuren wieder einmal in den gleichen Topf mit radikalen Muslimen geworfen. Das hat die Allianz und allen voran den Zentralsekretär dazu veranlasst aufzeigen, dass die Evangelischen-Allianz-Christen ganz anders sind, dass sie solche Kampagnen sogar finanziell mittragen wollen, damit die Öffentlichkeit die Möglichkeit erhält, sich über die Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes Gedanken zu machen. In meinen Augen sieht das aus wie eine Anbiederung. Man will sich von extremistischen Evangelikalen distanzieren, hat Angst um den eigenen guten Ruf und biedert sich auf diese Weise bei den Atheisten an. Schade eigentlich. Man hätte sich auch anders äussern können. Einmal mehr stellt sich die Frage, wessen Gefäss ist die Evangelische Allianz eigentlich? Für wen spricht sie?

Freitag, Januar 30, 2009

Wer Ohren hat, der höre!

Prediger werden in Homiletik-Kursen dazu angehalten, so zu predigen, dass die Hörer möglichst viel "mitnehmen" können. Zwei bis vier Punkte sollten es sein, griffige Titel, viele Beispiele, und zum Schluss noch einen "Henkel" dran. Alles schön und gut. Doch was nützt es, wenn die Hörer träge sind, harte Herzen haben, dem Prediger gegenüber mit einem kritischen Geist eingestellt sind? Was nützt es, wenn die Hörer am Samstag Abend zu spät ins Bett sind, und darum schon müde werden, kaum haben sie sich hingesetzt und mit Singen aufgehört?
Viele Bücher wurden geschrieben, was ein Prediger alles tun muss und wie die Predigt möglichst relevant rüberkommt und wie eine Predigt vorbereitet wird, usw. Doch es gibt kein Buch, das davon handelt, was der PredigtHÖRER tun muss, damit er von der Predigt profitieren kann. Gibt es wirklich keines? Doch. Jay Adams hat es getan. Wieder einmal hat er eine Lücke gefunden, die gefüllt werden musste. Das Buch heisst: "Be careful how you listen - how to geht the most out of a sermon". Klar, es ist auf englisch. Aber ein Pastor ist dabei, es auf deutsch zu übersetzen, um es seinen Gemeindegliedern zu schenken. Ein MUSS für jeden Predigthörer. Und eine Entlastung für jeden ernsthaften Prediger.
Wie ein Leiter eines freikirchlichen Gemeindeverbandes einmal so schön gesagt hat: "Wir brauchen keine vollmächtigen Prediger, wir brauchen vollmächtige Predigthörer"! Amen.

Mittwoch, Januar 28, 2009

Die Google-Falle

Drei Männer - drei (!) der reichsten Geschäftsleute der Welt - kontrollieren eine geheime Weltmacht: Das Internet. Eifrig und auf geheimen Wegen werden Daten über alle Internet-Anwender dieser Welt gesammelt, ohne dass diese davon wissen. Das Imperium wächst und besteht nicht nur aus Software-Firmen, sondern aus Banken, Warenhäusern und vielen anderen Einrichtungen. Was sich wie ein schlechter christlicher verschwörungstheoretischer Endzeit-Roman anhört, ist Wirklichkeit. Google ist zu einem Imperium herangewachsen und hat das Ziel, das Internet und vieles mehr vollständig zu beherrschen. Das Buch "Die Google-Falle" von Gerald Reischl (kein christlicher Autor) im Überreuter Verlag berichtet sachlich, nicht ohne Sympathie für Google und mit vielen Fakten darüber. Es zeigt die Gefahren einer Monopolstellung von Google auf und gibt hilfreiche Tipps zu Personenschutz und Alternativ-Suchmaschinen.

Samstag, Januar 03, 2009

Da habe ich gar keine Angst....




... sagte mir kürzlich ein Mann, den ich damit konfrontierte, dass er einst von dem lebendigen und heiligen Gott gerichtet würde. Er war fest davon überzeugt, dass er nichts zu fürchten habe. Einmal mehr sass hier ein Mensch vor mir, der viel zu gut von sich dachte. Er dachte, seine eigene Gerechtigkeit, seine Gebete, seine Vaterunser, seine Vision eines Mannes mit langen Haaren und weissem Gewand an der Todesschwelle und der Tod von Christus reiche aus, um vor dem lebendigen Gott im Gericht bestehen zu können.


Dieser Mann konnte fast alle zehn Gebote aufsagen. Doch als ich ihm sagte, dass bereits derjenige das Gebot "Du sollst nicht töten" übertreten hatte, der einen anderen Menschen einen Idioten nannte, da rief er empört: "DAS hat Christus NICHT gesagt!" Er war überführt. Doch er wehrte sich tapfer weiter. Und ich fragte mich einmal mehr, wie sollen Menschen nach einem Erlöser verlangen, wenn sie kein Verlangen nach einem Erlöser verspüren? Wie sollen sie Verlangen nach einem Erlöser verspüren, wenn ihnen niemand deutlich macht, dass sie einen Erlöser benötigen? Und wie wird ihnen diese Notwendigkeit bewusst? Wenn wir diese selbstgerechten Leuten - von denen es wie Sand am Meer und Sterne am Himmel gibt - mit dem Gesetz Gottes konfrontieren und ihnen sagen, was Sünde ist und wo sie konkret vor dem heiligen, gerechten und guten Gott schuldig geworden sind. Wenn es je eine Zeit gab, in der die Menschen das Gesetz hören müssen bevor wir ihnen das Evangelium verkünden, dann ist diese Zeit jetzt!

Freitag, Dezember 19, 2008

Feste Behauptungen

Wenn jemand an festen Behauptungen keine Freude hat, so ist das gerade kein Zeichen, dass er im Herzen ein Christ ist. Man muss vielmehr Freude an festen Behauptungen haben, oder man ist kein Christ.

Martin Luther, vom unfreien Willen.

Freitag, Mai 30, 2008

Calvins Rat an alle Worship-Leader, Gottesdienstleiter, Gemeindeglieder und Pastoren

Im Vorbeigehen noch dies: Der Brauch, in den Kirchen zu singen, ist anerkanntermassen sehr alt, ja er war schon bei den Aposteln in Übung, wie sich aus den Worten des Paulus entnehmen lässt: "Ich will Psalmen singen im Geist, und ich will auch Psalmen singen mit dem Sinn!" (1.Kor. 14, 15). Auch and die Kolosser schreibt er: "Lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, und singet dem Herrn mit Lieblichkeit in eurem Herzen!" (Kol. 3, 16; nicht ganz Luthertext). An der ersten Stelle gibt er die Vorschrift, mit der Stimme und mit dem Herzen zu singen, an der zweiten empfiehlt er die geistlichen Lieder, mit denen sich die Frommen gegenseitig erbauen sollen.
Dies ist aber doch nicht allgemein verbreitet gewesen, wie es uns Augustin bezeugt; er berichtet, dass man in der Kirche von Mailand erst unter Ambrosius zu singen begonnen hat; .... Die übrigen Kirchen des Westens sind dann nach Augustins Bericht gefolgt (Bekenntnisse, 9,7). Kurz zuvor berichtet er nämlich, dass diese Sitte ihren Ursprung in den Kirchen des Ostens hatte. Im zweiten Buch seiner "Retractationes" macht er deutlich, dass sie erst zu seiner Zeit in Afrika aufgenommen wurde. Er sagt da: "Ein gewisser Hilarius, ein Mann vom Rang eines Tribunen, verunglimpfte, wo er nur konnte, mit schmähenden Vorwürfen den damals zu Karthago aufgkommenen Brauch, vor dem Altar aus dem Buche der Pslamen Hymnen anzstimmen, und zwar entweder vor der Darbringung des Opfers, oder aber bei der Austeilung des Geopferten an das Vok. Diesem Manne habe ich auf Geheiss der Brüder eine Erwiederung gegeben" (Retract. II, 11). Und wirklich, wenn der Gesang so würdig und massvoll geschieht, wie sich das vor Gottes und der Engel Angsicht gebürt, so verschafft er einerseits den heiligen Handlungen Würde und Anmut und dient andererseits sehr dazu, die Herzen zum wahren Eifer und zur rechten Inbrunst im Gebet zu erwecken. Man muss sich nur gründlich hüten, dass nicht das Ohr mehr Aufmehrksamkeit auf die Melodie verwendet, als das Herz auf den geistlichen Sinn der Worte! Diese Gefahr hat den gleichen Augustin nach seinem eigenen Geständnis dazu bewegt, dass er zuweilen den Wunsch hatte, es möchte doch der von Athansasius beobachtete Brauch eingeführt werden: Athanasius gebot nämlich dem Vorleser, den Ton seiner Stimme so wenig wechseln zu lassen, dass er eher zu reden, als zu singen schien. Dann aber erinnerte sich Augustin daran, wieviel Gutes ihm das Singen gebracht hatte, und darüber neigte er dann doch wieder zur anderen Seite (Bekenntnisse 10, 33). Wenn man also ein solches Masshalten übt, dann ist der Gesang unweifelhaft eine sehr heilige und heilbringende Übung. Dagegen ist nun auf der anderen Seite jeder Gesang, der bloss lieblich klingen und die Ohren ergötzen soll, der Majestät der Kirche nicht angemessen, und er kann auch Gott nur höchst missfällig sein.

Samstag, April 26, 2008

Calvin und der Sühnetod Jesu

In einer Antwort an Tilemann Heshusius, einem lutherischen Verteidiger der Realpräsenz Chirsti im Abendmahl, schreibt Johannes Calvin:
"Ich würde gerne wissen wie die Verlorenen das Fleisch Christi essen können, das nicht für sie gekreuzigt wurde, und wie sie das Blut trinken können, das nicht für die Tilgung ihrer Sünden vergossen wurde?"
Dies ist ein weiterer deutlicher Hinweis dafür, dass Calvin ein partikulares Verständnis des Sühnopfers Jesu hatte.

Mittwoch, März 19, 2008

Begrenzt oder Begrenzt?

Akronyme haben ihren Vorteil. Aber auch klare Nachteile. Ich habe mich schon öfters gefragt, wie man diese erfindet. Wer hat z.B. das Wort "Tulip" erfunden, um das zu bezeichnen, was die reformierten Kirchen Hollands als Antwort auf die Herausforderung des Arminius und seiner Anhänger beschlossen hatten? Wer die Dordrechter Beschlüsse ohne Vorurteile liest, muss ihnen eigentlich zustimmen. Doch wer den Ausdruck "limited atonement" bzw. begrenztes Sühnopfer sucht, sucht vergebens. Allerdings findet er die Verwerfung eines begrenzten Sühnopfers. Die Verwerfung nämlich, dass das Sühnopfer nicht wirklich Menschen erlöst hat von ihrer Schuld, sondern nur die Möglichkeit eröffnet habe, dass Menschen sich erlösen lassen können. Es wird die Ansicht verworfen, dass der Tod von Jesus theoretisch alle Menschen in der Verdammnis hätte lassen können, weil er keine Kraft hatte, irgend einen Menschen wirklich zu retten. Es wird verworfen, dass der Tod Jesu nicht das von Gott beabsichtigte Mittel war, tatsächlich und effektiv Menschen aus ihrer Verdammnis zu erlösen. Das Akronym Tulip aber erweckt den Anschein, als ob die Calvinisten den Wert und die Kraft des Sühnopfers begrenzen. In Wirklichkeit begrenzen ihn alle. Entweder sie begrenzen ihn in seiner Erlösungskraft oder sie begrenzen ihn in seiner Absicht. Was ist besser? Was ist biblischer? Was entspricht eher den Gedanken und dem Heilswillen Gottes? Ich glaube, die Dordrechter Synode hat richtig entschieden. Doch das Akronym Tulip ist - auch wenn die Tulpe aus Holland kommt - mindestens in einem Punkt irreführend. Das kommt davon, wenn man dringend nach originellen Merkhilfen sucht. Übrigens, es waren nicht die Theologen zu Dordrecht, die diesen Ausdruck prägten.

Dienstag, März 11, 2008

"... davon wollen wir jetzt nicht reden"

Ich bedauere sehr, dass der Schreiber des Hebräerbriefes sich nicht die Zeit genommen hat, die einzelnen Gegenstände der Stiftshütte ausführlich zu erklären. Er kommt nur kurz auf das Allerheiligste zu sprechen, nennt die Bundeslade, den Sühnedeckel und wirft dann ein: "von welchen Dingen jetzt nicht im einzelnen zu reden ist". Schade. Wirklich schade. Zu gerne hätte ich gelesen, wie der inspirierte Schreiber genau diese Dinge ausführlich auslegt.

Samstag, Dezember 22, 2007

Wie oft wurden meine Gebet erhört?


Vor ein paar Wochen las ich eine Predigt von Georg Müller. Darin erzählt er, dass Gott in den vergangenen 54 Jahren über 30 000 Gebete noch in der gleichen Stunde oder am gleichen Tag erhört hatte. Das macht jährlich 556 Gebete. Das macht täglich eine bis zwei Bitten, die Gott in der gleichen Stunde oder am gleichen Tag erhört hat. Georg Müller konnte das nur wissen, weil er alle seine Bitten aufgeschrieben hat. Was spricht dafür, dass wir Georg Müller darin nachahmen und unsere Gebete aufschreiben, mit Datum versehen und die Antwort ebenfalls mit Datum aufschreiben? Mindestens vier Gründe:


1. Wir können die Gebetserhörungen besser behalten und Gott öfters dafür danken.

2. Wir fangen an, mit einer grösseren Erwartungshaltung zu beten.

3. Wir können von konkreten Gebetserhörungen erzählen, um andere zu ermutigen.

4. Wir schauen auf vergangene Erhörungen, das stärkt unseren eigenen Glauben.


Donnerstag, Dezember 13, 2007

Dienstag, Dezember 11, 2007

Orientalische Freundlichkeit


Vor einigen Tagen kam ein Buch ins Haus geflattert. Mit der Post. Gratis. Eigentlich nervt mich das und ich werfe solche Bücher weg. Ich mag es nicht, wenn irgend ein Fremder den Eindruck hat, ich müsse unbedingt ein bestimmtes Buch lesen. Vor allem, wenn es entweder um die bevorstehende grosse Erweckung oder um den bevorstehenden grossen Weltuntergang geht. Nun habe ich aber von dem Autor, dessen vergewaltigtes Buch (Paperback gewaltsam in der Mitte auseinandergedrückt, damit es in einen Kartonschuber reinpasst - arghhh - mir wird schlecht ...!!!) ich nun in Händen hielt, schon eines gelesen. Der Autor heisst Mark A. Gabriel. Gabriel ist ägyptischer Christ (heisst in Wirklichkeit anders), war Moslem und begabter Dozent an der ältesten islamischen Universität in Ägypten. Er wurde enttäuscht vom Islam und wandte sich davon ab, noch bevor er Christ wurde. Das kostete ihn den Job und beinahe das Leben. Etwas später kam er zum Glauben und flüchtete nach Amerika. In diesem Buch schreibt er über das Denken der islamischen Terroristen. Es ist ein sehr empfehlenswertes Buch. Gabriel schreibt in einem einfachen und gut verständlichen Stil. Er zeigt deutliche Unterschiede auf zwischen der Masse der Moslems und den Dschihad-Kämpfern. Er zeigt die Motive dieser Menschen auf, warum sie auch islamische Regierungen angreifen und macht auf die gegenwärtigen Gefahren aufmerksam, ohne Panikstimmung zu verbreiten. Dass hier ein Orientale schreibt, wurde mir schon zu Beginn klar. Denn in echt morgenländischer Manier schreibt er gleich am Anfang:

Denn wenn ein Mann sich selbst dabei auf Video aufnimmt, wie er jemandem mit einem Messer den Kopf abtrennt, ist wirklich die Grenze des Anstands überschritten.

Wobei wir im Unklaren darüber gelassen werden, was genau unanständig ist: Jemandem den Kopf abzutrennen, oder sich selber dabei zu filmen. Wie dem auch sei; Gabriel bleibt stets freundlich, aber er nennt die Dinge beim Namen: Die Terroristen sind nicht politisch, sondern religiös motiviert und eifern ihrem Propheten Mohammed nach. Auch scheut er sich nicht, Mohammeds Leben so nachzuzeichnen, wie es in islamischen Geschichtsbüchern veröffentlicht wird. Unzensiert. Interessant ist auch die geschichtliche Entwicklung des islamischen Terrorismus. Alles in allem ein gut leserliches und informatives Buch über das aktuelle Zeitgeschehen rund um den islamischen Extremismus.
Mark A. Gabriel, Motive islamischer Terroristen - eine Reise in ihre religiöse Gedankenwelt.

Samstag, Dezember 08, 2007

Benedikt oder Maledikt?


Eine weitere bedenkliche - aber keineswegs verwunderliche - Meldung aus dem Vatikan: Seit heute bis zum 8. Dezember 2008 gibt es für jeden Pilger, der "unsere Liebe Frau" in Lourdes besucht, ein paar Jahre Ablass für die Sündenstrafe im Purgatorium. Für Kranke und Verhinderte gibts Spezialrabatt. Sie müssen nicht unbedingt nach Lourdes.
Was sagt uns das?
Noch immer ist der Papst ein Antichristus, der verirrte Seelen vom einzigen Sündopfer - Jesus Christus - ablenkt und Menschen so auf dem Highway to Hell schickt. Der Papst ist ein Irrlehrer, ein Sohn des Belials und ein Verführer. Die Apostel hatten für solche Menschen keine freundlichen Worte übrig. Einflussreiche Evangelikale und liberale Protestanten werden anders urteilen. Denn es ist ihnen die Grösse dieser Blasphemie nicht bewusst. Sie werden weiterhin nach Gemeinsamkeiten suchen und hoffen, dass der freundliche alte Herr aus Bayern auch Ihnen dereinst auf die Schulter klopfen wird mit den Worten: Well done, you faithful servant, well done. Und dann werden sie alle Eins sein. Sie werden die dogmatischen Themen überwunden haben. Es werden zwar noch ein, zwei Verwegene versuchen, das Gespräch auf Dogmen zu lenken, aber sie werden von den Übrigen brüderlich und mit Tränen der Rührung in die Arme genommen werden, so dass ihre Bedenken schnell zerstreut sind. Alle werden gemeinsam - Charismatiker, Evangelikale und Orthodoxe - im Vatikan an einem Gläschen Chianti nippen und auf die Zukunft eines christuslosen Christentums anstossen.

ACHTUNG: Das ist keine prophetische Vision aus dispensationalistischem Hause, sondern lediglich ein sarkastischer Blogbeitrag eines erzürnten Calvinisten.

Sonntag, Dezember 02, 2007

Evangelium = eine schlechte und eine gute Nachricht

Die schlechte zuerst. Eine grossangelegte Untersuchung in der Bevölkerung hat ergeben, dass von 100 Personen 100 sterben. Auch du, lieber Leser, wirst innerhalb der nächsten paar Jahrzehnte sterben. Da führt kein Weg dran vorbei. Und dann wird deine Seele vor Gott gebracht. Und er wird dich richten. Denn als dein Schöpfer und dein Herr hat er dazu das Recht und die Autorität. Er wird jeden einzelnen deiner Gedanken, jedes einzelne deiner Worte und alle deine Taten deines GANZEN Lebens beurteilen. Anhand seiner zehn Gebote und deines Gewissens.

1. Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
2. Du sollst dir kein Bild von mir machen und es nicht anbeten.
3. Du sollst meinen Namen nicht gedankenlos aussprechen und ihn nicht missbrauchen.
4. Du sollst den Ruhetag feiern und an ihm nicht arbeiten.
5. Du sollst deine Eltern ehren.
6. Du sollst niemanden ermorden (Hass ist die Wurzel des Mordes und damit eine Übertretung).
7. Du sollst nicht ehebrechen (Fremde Personen im Herzen begehren ist eine Übertetung)
8. Du sollst nicht stehlen (Die Zeit des Chefs, Werkzeug der Firma, Steuerhinterziehung, etc)
9. Du sollst keine falschen Aussagen über andere Personen machen (Lügen aller Art)
10. Du sollst die Frau und den ganzen Besitz deines Nächsten nicht begehren.

Wenn du eines dieser Gebote einmal oder mehrere Male übertreten hast, dann hast du gegen Gottes Heiligkeit, gegen seine Gerechtigkeit und gegen seine Liebe gesündigt. Das ist ein schweres Vergehen. Und weil der ewige Gott gerecht ist, wird er dich nicht ungestraft lassen. Oder fändest du es richtig, wenn jemand, der deinen Sohn ermordet hat (oder deine Tochter oder Mutter oder Vater), ungestraft davon käme?
Die göttliche Strafe für Diebe, Mörder, Lügner, Ehebrecher, Gotteslästerer, Ungehorsame (sorry, alles keine politisch korrekten, aber wahre Bezeichnungen), ist die ewige Verdammnis, die als "ewiges Feuer" bezeichnet wird. Ein schrecklicher Ort der Qualen. Aus diesem gibt es kein Zurück mehr. NIE MEHR! FÜR IMMER! Wirklich eine sehr SCHLECHTE Nachricht! Bevor wir zur guten Nachricht übergehen, lies bitte den obigen Text und die Gebote nochmals langsam durch und überlege dir, wo du in den vergangenen 24 Stunden das Gesetz Gottes übertreten hast und ob du bereit bist, die ewigen Konsequenzen zu tragen.

Doch jetzt die gute Nachricht. Obwohl Gott gerecht und heilig ist, ist er auch barmherzig. Er hat keine Freude am Tod von Dieben, Mördern, Lügnern, Ehebrechern, Gotteslästerern und Ungehorsamen. Er will, dass alle Menschen die Wahrheit erkennen! Darum bietet er dir seine GNADE an und ruft dich während du diese Zeilen liest: Kehre um zu mir. Warum willst du sterben? Gott hat vor rund 2000 Jahren seinen Sohn Jesus Christus gesandt. Jesus ist gekommen, um für die Sünde der Menschen zu sterben! Gott hat ihm die Schuld all derer, die zu ihm umkehren seinem Sohn angelastet und er hat an ihrer Stelle diese Schuld mit seinem Tod bezahlt. Danach hat Gott ihn von den Toten erweckt um damit zu bestätigen, dass er diesen stellvertretenden Opfertod angenommen hat.

WAS MUSST DU TUN?
Kehre JETZT um von deinem selbstbestimmten Lebensstil. Lass dich JETZT mit Gott versöhnen! Bete zu Gott. Bekenne Gott deine Schuld. Nenne ihm deine Sünden. Bitte ihm um Vergung und dann vertraue darauf, dass Jesus Christus dir deine Schuld vergibt. Vertraue Jesus Christus. Er ist gekommen, um sein Volk von ihren Sünden zu erlösen. Und fange an, die Bibel zu lesen. Lies das Lukas-Evangelium im Neuen Testament. Und komm, folge Jesus nach. Schliesse dich einer Kirche an, die sich zur unumschränkten Autorität der Bibel bekennt.

Dienstag, November 27, 2007

Der Kampf um Weihnachten


In wenigen Wochen feiern wir Weihnachten. Alles ist bereit. Auch die spitzen Federn der TheologInnen und der Pop-Wissenschafts-Journalisten. Sie verfassen Artikel in Zeitschriften und Zeitungen, die sich mit Weihnachten beschäftigen. Doch oft sind diese Artikel Propagandamittel der Feinde Gottes. Entweder werden historische Fakten verzerrt, biblische Berichte ins Reich der Legenden verbannt, Gottes übernatürliches Eingreifen von IrrlehrerInnen einer überholten Moderne wegrationalisiert, oder von objektiver Wahrheit befreit und im Geiste des Subjektivismus postmoderner falscher ProphetInnen nach Belieben uminterpretiert.
Wir müssen uns bewusst sein, dass noch immer Krieg herrscht. Der Same der Schlange kämpft gegen den Samen der Frau. Satan und seine Kinder kämpfen gegen den Christus Jesus und seine Geschwister. Dieser Kampf spielt sich im Westen vor allem im Bereich des Geistes ab. Darum müssen wir uns nicht wundern über einseitige Publikationen, die das Geschehen um Weihnachten auf irgendeine Art pervertieren.
Gott hat diesen Krieg begonnen um den Feind, den Satan, die alte Schlange, zu vernichten und ihm die Gefangenen, die Erwählten Gottes, zu entreissen. Ihnen gegenüber haben wir die Verantwortung, das Evangelium von Jesu Menschwerdung zu verkünden. Und davon zu reden, wozu Jesus auf diese Welt gekommen ist. Nicht um das „Fest der Liebe“ zu stiften, nicht um Familienfeiern eine Berechtigung zu geben. Sondern um sein Volk von ihren Sünden zu erlösen! Daher lasst uns einmal mehr davon reden, was Weihnachten wirklich bedeutet: Erlösung von Schuld und Sünde. Lasst uns nicht schweigen, sondern von Sünde, von Gerechtigkeit und von Gericht reden. Das sind die Themen des Heiligen Geistes. Und wir können darauf vertrauen, der Heilige Geist wird unsere Worte bestätigen. Immanuel – der HERR ist MIT uns!

Montag, November 26, 2007

Von TAD's lernen....

TAD's, das sind Theologisch Anders Denkende. Was können wir von solchen Menschen lernen, die theologisch anders denken? Sollen wir unsere kostbare Zeit (und unser Geld) verschwenden, um uns mit Meinungen auseinanderzusetzen, die wir sowieso nicht teilen? Ich meine, ab und zu tut es ganz gut. Damit werden wir erstens herausgefordert, unsere Position erneut zu überdenken. Weiter werden wir herausgefordert, Antworten auf kritische Fragen zu finden. Wir lernen die Argumente der TAD's kennen und müssen darauf antworten. Und drittens können wir Dinge von ihnen lernen, die sie richtig erkannt haben. Dazu ein witziges Beispiel: Ich habe heute einen Bücherkatalog durchgeblättert und dort eine kurze Buchbeschreibung gefunden. Der Rezensent schreibt: "Dr. Zuck usually misses the point in his interpretation and application, but makes a very worthwhile background contribution".

Sonntag, November 25, 2007

fleischlich vs. geistlich?

Ein Grund, warum viele Christen die Taufe von Säuglingen ablehnen, ist die Aussage, dass der Eintritt in das Reich Gottes eine geistliche Angelegenheit ist. Nicht diejenigen, die aus Fleisch geboren sind, sondern diejenigen, die aus dem Geist geboren sind, gehören zum neuen Bundesvolk. Die Kinder glaubender Eltern sind nicht automatisch wiedergeboren. Früher, im Alten Bund galt dieses Prinzip, sagt man. Da kam es auf die Herkunft, auf die Abstammung an. Aber heute nicht mehr. Nun möchte ich dieser Aussage widersprechen. Erstens warnten schon die Propheten des Alten Bundes davor, sich etwas auf die Herkunft, Abstammung Abrahams oder die Beschneidung einzubilden. Auch Jesus hat diese Haltung kritisiert. Aber daraus darf nicht geschlossen werden, dass heute die Abstammung im Neuen Bund KENE Rolle mehr spielt. Vor allem nicht, wenn man von bundestheologischer Seite her argumentiert. O.Palmer Robertson schreibt dazu treffend:

"Isaak, der erwählte Same, war ein natürlicher Nachkomme Abrahams, so wie Moses, David, Christus und Paulus. ... Die Gnade Gottes in der Rettung richtet sich nicht gegen die natürliche Abstammung, sondern gegen die Sünde: Der Christ muss sich davor in Acht nehmen, in eine Natur/Gnade Dichotomie gelockt zu werden, wenn er über das Wirken Gottes in der Errettung nachdenkt. Die Erlösung stellt die Schöpfungsordnung wieder her, und die Einheit der Familie ist eine der grössten Einrichtungen der Schöpfung" (O. Palmer Robertson, Christ of the Covenants, S.40).

Wenn Robertson recht hat und ich ihn richtig verstehe, dann heisst das, dass Gott sein erlösendes Handeln noch immer - auch im Neuen Bund - vor vor allem innerhalb und durch die Familie verwirklicht. Weiter schreibt Robertson an gleicher Stelle, widerspricht das Konzept des Einpfropfens dieser Tatsache nicht. Natürlich kann Gott wilde Zweige in den Baum einpfropfen und tut es auch. Und er kann die natürlichen Zweige auch ausreissen. Diese Warnung bewahrt vor Überheblichkeit und jeglichem Automatismus. Dennoch heisst das nicht, dass Gott dadurch das genealogische Prinzip der natürlichen Nachkommenschaft ausser Kraft setzt. Die Kinder der Verheissung sind - in der Regel - auch und vor allem Kinder der natürlichen Nachkommenschaft. In meinen Augen ein weiteres starkes Argument für die Taufe von Säuglingen glaubender Eltern.

Samstag, November 24, 2007

John Owen über die Taufe

Eine der erfreulichsten Entdeckungen der letzten Woche war ein Artikel von John Owen über die Kindertaufe. Ich hörte vor einiger Zeit, dass John Owen ein Gegner der Kindertaufe gewesen sei. Dieser Artikel beweist nun schwarz auf weiss, dass er es NICHT war. Owen bringt keine besonders neuen Erkenntnisse zum Thema. Was er sagt, sind gute, bundestheologische Argumente. Ausserdem findet er, liege die Beweislast auf der Seite der Gegner. Sie müssen beweisen, dass es eine explizite Anweisung Kinder glaubender Eltern NICHT zu taufen geben muss. Doch gerade diesen Beweis können sie nicht erbringen. Auch zur Besprengung äussert er sich im gleichen Artikel. Auch hier bringt er die klassischen Argumente. Die Taufe mit dem Heiligen Geist ist eine Taufe durch Ausgiessen bzw. Besprengen. Darum kann das Wort Taufe nicht nur untertauchen heissen, sondern auch den Modus des Besprengens/ Ausgiessens mit einschliessen, etc.
Ich bin auch ohne John Owen von der Richtigkeit der Säuglingstaufe glaubender Eltern überzeugt. Doch freut es mich natürlich, einen weiteren grossen Theologen auf der Seite der Paedobaptisten zu wissen.

Freitag, November 23, 2007

Die Ewigkeit der Höllenqualen


Eine Predigt von Jonathan Edwards zu lesen ist Arbeit (jedenfalls für mich) aber es lohnt sich. Am meisten hat man davon, wenn man sich beim Lesen Notizen macht. Erstens, weil man kaum die Zeit finden wird, seine Predigten in einem Mal durchzulesen und froh ist, später den Faden wieder aufnehmen zu können und zweitens, um seinen ausgedehnten Gedankengängen besser folgen zu können. ---- Das beste, was ich bisher über die Hölle gelesen habe, ist seine Predigt mit dem Titel: "The Eternity of Hell Torments" oder eben "die Ewigkeit der Höllenqualen". Edwards zeigt ausführlich, warum es gerecht ist, wenn die Gottlosen ewig in der Hölle leiden. Er zeigt, dass diese Lehre nicht Gottes Barmherzigkeit widerspricht. Er zeigt auch auf - und das scheint mir besonders wertvoll - dass es GUT und NÜTZLICH ist, dass Unbussfertige ewig in der Hölle leiden. Seine Argumente überzeugen und sind eine grosse Hilfe für das eigene Ringen, aber auch für das Gespräch mit Christen und Nichtchristen. Die Werke von Jonathan Edwards findet man als PDF Dateien zum Download im Internet.